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Bewegung als Form - Form der Bewegung im Spiel
Elk Franke

Im folgenden Beitrag soll eine Frage wiederholt werden, die vor ca. 100 Jahren HENRY BERGSON stellte und die zu Beginn dieses neuen Jahrhunderts immer noch eine Herausforderung für die Philosophie und einige Einzelwissenschaften darstellt. BERGSON fragte, warum es in einer Welt, die in vielfältiger Weise sich permanent verändert, gleichsam immer in Bewegung ist, keine "Philosophie der Veränderung", keine, so könnte man heute ergänzen, "Philosophie der Bewegung", "Philosophie des Prozesses" gibt.
"Wir sprechen von Veränderung, aber wir denken nicht wirklich daran. Wir sagen, daß die Veränderung existiert, daß alles sich verändert, daß die Veränderung sogar das Gesetz der Dinge ist, ja wir sagen es..., aber das sind nichts als Worte, und wir denken und philosophieren als ob die Veränderung nicht existiert."

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Sportliche Handlungen - Anmerkungen aus handlungsphilosophischer Sicht
Elk Franke

Vor etwa 30 Jahren versuchte die Sportwissenschaft, sich von den Wurzeln einer geisteswissenschaftlichen Theorie der Leibeserziehung zu lösen und sich in ihrer anthropologischen Grundlagenarbeit als empirisch arbeitende Sozialwissenschaft zu beweisen. Diese Entwicklung war eingebunden in die vielfältig kommentierte, sogenannte "erfahrungswissenschaftliche Wende" und führte durch eine zeitgleiche Ausdifferenzierung der Arbeitsbereiche zu einer Um- bzw. Aufwertung einzelner Fächer. Systematisch-empirisches Arbeiten, verbunden mit dem Versprechen, generalisierbares, nomologisches Wissen über den Menschen und die ihn umgebende Welt zu gewinnen, waren gefragt und entsprechend wurden jene Arbeiten belohnt, die diesen Erwartungen entsprechen konnten.

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Raum-Zeit-Erfahrung als Problem der Basisphänomene bei der Konstitution von Subjektivität
Elk Franke

Der folgende Beitrag hat drei Schwerpunkte. Den Ausgangspunkt bildet das Thema der Subjektivität in der aktuellen philosophischen und pädagogischen Diskussion. Im Spannungsbogen zwischen der Behauptung vom "Verschwinden des Subjekts" (BÜRGER 1998) und den pädagogischen Versuchen auch in den Zeiten der Moderne bzw. Postmoderne von einem "Subjektwerden" (GÖßLING 1993) auszugehen, zeigt sich die alte philosophische Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit individueller Mensch-Welt-Bezüge nicht nur in neuer Form, sondern auch mit weitreichenden Konsequenzen für die Pädagogik. Zwischen den Versuchen einer auf sich selbst bezogenen Subjektfundierung im Sinne DECARTES, einer transzendental-pragmatischen Legitimation des Subjekts in KANTscher Tradition und einer prinzipiellen Infragestellung subjektrelevanten Denkens in Weiterführung NIETZSCHEs durch einen Teil der zeitgenössischen Philosophie, wird es für die Pädagogik immer schwerer, jenen Gegenstandsbereich genauer zu bestimmen, den sie als ihr unverzichtbares Fundament betrachtet: das zu erziehende Subjekt.

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Platons Körperpädagogik - Überwindung der Sinnlichkeit?
Franz Bockrath

Die Frage erscheint berechtigt, weshalb man sich heute, zumal aus sportwissenschaftlicher Sicht, mit Platon überhaupt auseinandersetzen soll. Eine eigenständige Theorie der Körperpädagogik findet sich bei diesem Autor nicht. Doch was zunächst als Manko erscheinen mag, erweist sich bei näherer Betrachtung als mögliche Chance: indem nämlich Platon Fragen zur leiblichen Erziehung und Körperlichkeit ausschließlich in systematischer Absicht behandelt, ist es möglich, von diesen Facetten auf sein Werk insgesamt rückzuschließen. Wie bereits der Titel dieses Beitrages vermuten läßt, ist dieses Werk durchzogen von Dualismen und Spannungen, die eine deutliche Abwertung sinnlicher Bezüge zum Ergebnis haben. Nach der hier vertretenen Auffassung ist jedoch der zurückgewiesene Körper insbesondere dort Thema, wo er am entschiedensten geleugnet wird. Falls diese Vermutung zutrifft, so sind die von Platon vertretenen Ansichten erst verständlich, wenn die Pole seines Denkens in ihrem widersprüchlichen Zusammenhang begriffen werden.

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Körperfremdheit
Franz Bockrath

In der über die Grenzen Deutschlands hinaus bedeutsam gewordenen 'Dialektik der Aufklärung' von Horkheimer und Adorno behaupten die Autoren: "Der Körper ist nicht wieder zurückzuverwandeln in den Leib. Er bleibt die Leiche, auch wenn er noch so sehr ertüchtigt wird." Im Sinne dieser kategorischen Aussage ist also von einer einseitigen Aufhebung der - von Plessner noch als konkret vermittelt gefaßten - Erfahrung des Leib-Seins und Körper-Habens auszugehen. Zumal die "neuere Kultur", so Horkheimer und Adorno weiter, "kennt den Körper als Ding, das man besitzen kann", insofern er vom Geist, als "dem Inbegriff der Macht und des Kommandos", beherrscht und kontrolliert wird. Die leibliche Existenz des Menschen, die unwiderruflich verloren ist, tritt im fortschreitenden Prozeß der Zivilisation nurmehr als "Haßliebe" gegen den Körper in Erscheinung, der als Verbotenes, Verdinglichtes und Entfremdetes zu begehren ist.

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