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Zum Selbstbild des Trainerberufs im Spiegel seiner Verantwortung
Elk Franke

Sportliche Großveranstaltungen wie die Weltmeisterschaften der Leichtathleten und der Ruderer, die Europameisterschaften im Schwimmen oder der Beginn der Fußballbundesliga in den vergangenen Wochen bildeten vielfältige Anlässe, das Verhältnis von Trainer und Athlet in der Öffentlichkeit, also das Trainer-Fremdbild, zu studieren. Dabei wird eine eigenartige Paradoxie in der Einschätzung der Trainerleistung deutlich. In jenen technologisch bestimmten Individualsportarten wie Wasserspringen, Zehnkampf oder Diskuswerfen, um nur einige zu nennen, in denen neben einem umfangreichen Fachwissen aus der Trainingswissenschaft, Transfer-Erfahrungen aus der Wissenschaft in die Trainingspraxis, verbunden mit einem hohen individuellen Betreuungsaufwand unabdingbar sind, um erfolgreich zu sein, werden die Trainer neben den Athleten in der öffentlichkeit selten oder gar nicht genannt.

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Sportwissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung
Elk Franke

Sydney 2000 liegt hinter uns und viele von Ihnen verbinden damit auch sehr persönliche Erinnerungen. Es war eine Olympiade des Frohsinns in einem Land, in dem die Leichtigkeit des Seins zum Lebensprinzip geworden ist. Olympia bot die einzigartige Möglichkeit, nicht nur weltweit 3 Milliarden Menschen zu zeigen, wie man dort lebt in diesem oft vergessenen fünften Kontinent, sondern sich auch zu vergewissern, wer man selbst ist. Die Rituale Olympias im doppelten Sinne ausgeleuchtet durch die Perfektion medialer Technik lies ein Gesamtkunstwerk entstehen, in dem der Einzelne eingerahmt von Freundlichkeit und Toleranz sich lässig und selbstbewusst präsentieren konnte.

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Kinder im Hochleistungssport - eine ethische Herausforderung für die Sportwissenschaft
Elk Franke

Im Disput um die Bedingungen des Kinderleistungssports ging es zu Beginn der 80er Jahre nur selten um den realen Trainingsalltag der Kinder, sondern eher um die prinzipiellen Möglichkeiten und Grenzen des modernen Leistungssports in Bezug auf verschiedene anthropologische Annahmen über das, was wir "Kindheit" nennen. So forderte u.a. Jürgen Funke: "Schützt die Kinder ! Das was dort (gemeint ist der Kinderleistungssport) mit ihnen geschieht ist nicht das, was ich als richtiges Sporttreiben im Kindesalter akzeptieren kann. Ich empfehle dem Deutschen Sportbund den Mut aufzubringen, den Ausstieg aus dem Kinderleistungssport zu beschließen ... Rekorde und Medaillen sind flüchtige Ware, frühes Kinderleid ein bleibendes Schicksal".

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Gerechtigkeit und Fair Play - oder wie der Wettkampfsport zum Modell wird
Elk Franke

Wer versucht, die vielfältigen Veränderungen in der Gesellschaft der Bundesrepublik seit dem Ende der 60er Jahre angemessen darzustellen, läuft Gefahr, durch die Komplexität der Ereignisse erdrückt zu werden. Von den Produktionsabläufen, Kommunikationsstrukturen über Arbeits- und Freizeitmustern bis hin zu privaten Lebensentwürfen hat sich vieles verändert, was oft erst im Nachhinein wahrgenommen wird. Mit der vermehrten Dynamik, die diese Prozesse kennzeichnet, wächst nicht nur die Unsicherheit des Einzelnen sich im öffentlichen Leben falsch zu plazieren, auf Veränderungen nicht genügend vorbereitet zu sein, letztlich in metaphorischer Weise "zu spät zu kommen", sondern es entsteht auch ein Bedarf an Orientierung und Überblickswissen, an "Wegweisern", die es einem erlauben, jene vielfältigen Veränderungen zu klassifizieren und ggf. zu analysieren.

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Berufsethik in der Sportmedizin
Elk Franke

Der moderne Sportbetrieb ist eng mit dem Begriff des Dopings verknüpft. Es vergeht fast keine Woche, in der nicht aus einer Sportart ein neuer Dopingfall berichtet wird. Bisher unklar ist in dem dann meist beginnenden Spiel aus Verdächtigung, Anklage und Nichtverantwortlichkeit, welche Rolle die Sportwissenschaft dabei spielt.

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Gerechtigkeit im Wettbewerb - Zur Sozialisation über Werte unter Konkurrenzbedingungen
Franz Bockrath

Soziale Werte wie Gerechtigkeit und Fairneß zählen zu den grundsätzlichen Maßstäben bei der Bestimmung der Regeln des menschlichen Zusammenlebens. Dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, daß über ihre Bedeutung ganz unterschiedliche Auffassungen kursieren. Im folgenden sollen deshalb zunächst verschiedenartige Gerechtigkeitsvorstellungen skizziert werden (1). Die Frage, welches Gerechtigkeitsmodell für den Wettkampfsport - als Beispiel für eine konkurrenzbestimmte Sozialbeziehung - zutrifft, soll im Anschluß daran erörtert werden (2). Abschließend bleibt aufzuzeigen, in welcher Weise sich die einzelnen Akteure - zumindest implizit - an unterschiedlichen Gerechtigkeitsvorstellungen orientieren, wenn sie unter kompetitiven Bedingungen handeln (3).

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Moralerziehung als Wertdifferenzierung - eine übersehende Chance für die Sportpädagogik
Franz Bockrath

Moralerziehung - jetzt auch im Sportunterricht?1 Skepsis ist angebracht, zumal der Ruf nach Werten und Erziehung immer dann besonders laut wird, wenn es gilt, Mißstände zu beheben, die auf einen bloßen Mangel an Moral und Pädagogik zurückgeführt werden. Offensichtliche Defizite, wie etwa die steigende Gewaltbereitschaft in Schulen oder der Verlust an gegenseitigem Respekt im Sport, ließen sich dieser Auffassung zufolge vorrangig durch moralische Unterweisungen sowie entsprechende pädagogische Maßnahmen ausgleichen.

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